Staudland

Warum heißt dies Stückchen Land so ?

Noch um 1200 gab es hier den Miriquidi, den Dunkelwald. Er bestand aus Tannen, Fichten und Laubbäumen. In ihn lebten wilde Tiere, wie Bären, Wölfe und Luchse.

Um 1200 wurde das Land besiedelt.Die ersten Orte waren Sayda, Purschenstein (später Neuhausen), Pfaffroda (gegründet 1209) und weitere. Die Siedler mussten den Wald roden, um sich eine Existenz aufzubauen.

Die Grundherren, hier die Herren von Schönberg, benötigten für ihre Rinder, Pferde und großen Schafherden Weideland und Heu für den Winter.
So wurden auf diesen Berg die Bäume nicht für Wohnzwecke sondern für den Unterhalt von Tieren gefällt.

Fiel ein Baum, so blieb die Baumwurzel, diese wurde früher Staude genannt.
Nach dem alle Bäume gefallen waren, gab es einen Berg voller Stauden, diese guckten wohl noch eine Weile traurig im den Himmel.

Wenn die Blicke der Menschen darauf fielen, war alles klar, dass der Wald gestorben war und der Boden nur noch Stauden festhielt.

So entstand der Begriff "Staudland"

Die meisten Menschen litten damals große Not, so durften sie für kleines Entgelt die Stauden roden um heizen zu können, der Begriff Staudland blieb.

Ortschronist: Hanni May

 

Staudland Hütte, diese befindet sich an der B171 und wurde von der Drechslerei Spiegelhauer im Jahr 2010 errichtet, sie dient uns als Wanderhütte.


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